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Worum gehts es bei der 1. Meditation von René Descartes?

Hier findest Du die Zusammenfassung der ersten Meditation "Woran man zweifeln kann" von Descartes, in der er alles bezweifelt.
Antwort #1
Level 2

In der 1. Meditation geht Rene Descartes davon aus, dass keine Erkenntnis sicher ist. Er fängt damit an, dass vieles, was er in seiner Jugend geglaubt hat, zweifelhaft ist. Er will jedoch beständige Erkenntnisse in der Wissenschaft erreichen, also muss er alles Zweifelhafte verwerfen. Es wäre jedoch zeitaufwendig alle Zweifel durchzugehen, deshalb will er nur die Grundprinzipien, auf denen alle Erkenntnisse gründen, untersuchen.

Den Sinnen darf nach Descartes jedoch nicht getraut werden. Selbst die offensichtlichsten Dinge (wie z.B. Hand anheben) könnten nur geträumt sein, denn die Sinneswahrnemung fühlt sich im Traum genauso real an, wie in der Realität. Es gibt keinen Mechanismus, der uns zwischen einem Traumzustand und Wachzustand unterscheiden lässt (Traumargument). Doch auch in Träumen müssten Dinge in ihrer grundlegendsten Form aus einer realen Welt stammen; sie seien die Abbildungen der realen Welt. Zu diesen Dingen zählt Descartes beispielsweise die Anzahl und die Form der Objekte. Daraus folgert er, dass die Naturwissenschaften nicht sicher sein können, weil sie sich mit zusammengesetzen und nicht grundlegenden Dingen beschäftigen, wie die Mathematik.

Doch dann stellt Descartes fest, dass selbst die Erkenntnisse der Mathematik zweifelhaft sind. Dazu argumentiert er mit einem bösen Gott, den Descartes (entgegen der üblichen Meinung, dass der Gott gut ist) gedanklich angenomen hat. Dieser könne ihn selbst bei den grundlegenden Erkenntnissen täuschen, wie beispielsweise bei der Anzahl der Seiten eines Quadrats (Böser-Gott-Argument).

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