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Gestaltung des Schulunterrichts

Sitzordnung in der Schule

Die Schüler sollten beim gemeinsamen Lernen oder Diskutieren möglichst einander ins Gesicht schauen können und nicht den Rücken anstarren oder sich nach hinten umdrehen müssen. Lasse am besten Deine Schüler entscheiden, wie sie die Positionen der Tische gern hätten. Mache aber auch selber Vorschläge!

Was gegen Gruppentische spricht:
Grund #1: Bei dieser Sitzordnung sind die Schüler eher geneigt während des Unterrichts private Gespräche zu führen, die nichts mit dem Fach zu tun haben.
Grund #2: Bei dieser Sitzordnung wird es immer einige Schüler geben, die mit dem Rücken zur Tafel oder zu ihren anderen Mitschülern sitzen müssen. Die Verrenkung des Halses beim Abschreiben von der Tafel kann auf Dauer schmerzhaft sein. Und, wenn man keine Lust hat sich bei Diskussionen zu den anderen umzudrehen, kann man ihnen nicht aufmerksam zuhören.
Grund #3: Diese Sitzordnung benötigt sehr viel Platz. In den meisten Klassenräumen ist es daher nicht möglich eine sinnnvole Aufstellung der Tische zu realisieren, bei der die Probleme aus Grund #2 möglichst vermieden werden.
Grund #4: Diese Sitzordnung bringt sehr viel Unordnung in den Klassenraum. Die Taschen werden an Stellen gestellt, wo man durchgehen können sollte.

12 SitzordnungenSitzordnung im Unterricht
  • Einzeltische, nach vorne gerichtet (A)
  • Einzeltische, schräg / im Halbkreis angeordnet (E)
  • Zweiertische nach vorne gerichtet, versetzt angeordnet (I)
  • Lange Reihen (B)
  • Reihen mit Durchgang in der Mitte (F)
  • Schräge Reihen (Fischgräten) (J)
  • Geschlossene U-Form (C)
  • Geschlossene U-Form mit inneren Tischen (G)
  • Offene U-Form mit inneren Tischen (K)
  • Gruppentische (D)
  • Stuhlkreis (H)
  • Ungeordnet auf Yoga-Matten (L)

Hausaufgaben in der Schule: Freiwillig oder Pflicht?

Durch das Aufzwingen schwerer, langwieriger Hausaufgaben, wirst Du bei keinem Schüler Interesse für Dein Fach wecken können; wohl eher komplett vernichten. Außerdem, wer keine Hausaufgaben machen will, der wird immer eine Lösung finden, um sie zu umgehen. Entweder wird die Hausaufgabe bei den Mitschülern oder irgendwo aus dem Internet abgeschrieben; oder grottenschlecht während der Schulpause gemacht, dass daraus überhaupt kein Lerneffekt entstehen kann. Ist wohl klar, die Interessen der Schüler sind unterschiedlich; genauso wie der erworbene Wissensstand während des Unterrichts.

Hausaufgaben sollten grundlegende Dinge üben, sie sollten einfach sein und nicht zu lange dauern. Fortgeschrittene Aufgaben sollten stets freiwillig sein, damit die Schüler nicht verzweifeln, wenn sie eine Pflicht nicht erfüllen können. Dann denken sie nämlich, sie seien schlecht und vernachlässigen damit das Fach. Ein Grundschüler kann sich gar nicht lange konzentrieren, d.h. die Hausaufgaben sollten vielleicht maximal 10 Minuten dauern. Unterstufe ungefähr 20-30 Minuten. Oberstufe - höchstens 1 Stunde und nur im Leistungskurs, sonst ~ 30 Minuten! (Die Zeiten wurden willkürlich bestimmt und sollten individuell ausprobiert werden).

Du solltest auch im Hinterkopf behalten, dass das Leben eines Jugendligen nicht nur aus Schule besteht, sondern auch Freizeit da sein muss, denn manche Dinge kann man nur außerschulisch lernen. Außerdem, wenn ein Schüler ein leidenschaftliches Hobby hat und das Gefühl hat, er kann diesem Hobby wegen zu vielen Schulaufgaben nicht so stark nachgehen, wie er gerne möchte, dann wird er die Schule Scheiße finden.

Du könntest das Abfragen der Hausaufgaben auf eine spielerische Art und Weise tun, am besten mit irgendeiner sportlichen Aktivität im Klassenraum.

Duzen / Siezen - warum "Du" besser ist als "Sie"

Es sprechen folgende Argumente für die Abschaffung des Siezens und für die Verwendung von "Du":

  1. Vereinfachung der Sprache
    Ein Personalpronomen weniger.
  2. Gleichstellung der Menschen
    Durch die Abschaffung der Hierarchie, erübrigt sich die Entscheidung, ob eine Person gesiezt oder geduzt werden soll. Es würde mit der Zeit auch nicht dieses komische Unwohlsein entstehen, wenn eine ältere, weisere Person (z.B. ein Professor oder Lehrer) geduzt wird; genauso wie im Englischen dieses Unwohlsein nicht entsteht, wenn "you" benutzt wird.
  3. Keine negativen Auswirkungen
    Keine negative Auswirkung auf die Gesellschaft, keine negative Auswirkung auf die Interaktion zwischen dem Schüler und Lehrer, Arbeitgeber und Arbeitnehmer etc. In Schweden gibt es eine einzige Anrede.[1]. In englischsprachigen Ländern gibt es auch nur eine einzige Anrede "you" und niemand füllt sich dadurch diskriminiert, weil es keine alternative Anredeform existiert. Im Deutschen dagegen, wo es zwei mögliche Anredeformen gebraucht werden, fühlen sich insbesondere Ältere Menschen gleich angegriffen, wenn sie ungefragt geduzt werden, weil sie sich für etwas Besseres halten.
Das "Du" sollte nicht die Aufgabe haben, eine kumpelhafte Atmosphäre o.Ä. zu schaffen, sondern das "Du" sollte eine neutrale Anrede sein, welche die zwischenmenschliche Kommunikation vereinfacht.

Warum nicht "Du" statt "Sie" abschaffen?

Die Standardisierung des Personalpronomens "Du" ist in dem Sinne eine bessere Wahl, weil das gleich klingende Personalpronomen "Sie" / "sie" sowohl für 3. Person Plural als auch für 3.Person Singular bereits verwendet wird. Es wäre verwirrend drei unterschiedliche Personalpronomen semantisch gleich zu bezeichnen.

Essen und Trinken im Schulunterricht

Solange die Nahrung keine Geräusche verursacht und nicht allzu stark riecht, sodass dadurch eine Ablenkung möglich wäre, ist es sinnvoll das Essen und Trinken während des Unterrichts (außer z.B. in Chemieräumen selbstverständlich) zu erlauben. Wer möchte, kann gerne einen Kaffee trinken oder Gummibärchen aus einer Schale essen. Oder einfach nur Kaugummi kauen. So steigern die Schüler durch das Kauen, ihre Aufmerksamkeit[2] und bekommen eine größere Entscheidungsfreiheit. Außerdem steigert das Kaugummikauen die Leistung durch höhere Blut- und Sauerstoffzufuhr zum Gehirn und reduziert Stress![3]

Problem-Beispiel #1: Ich erinnere mich an meinen Biologieunterricht, wo es mir verwehrt wurde Kaffee zu trinken, als ich meinen Becher auf den Tisch gestellt habe. Das war ein ausreichender Grund für mich öfters mal den Biounterricht zu schwänzen.

Problem-Beispiel #2: Meine Freundin erzählt mir sogar, dass der häufigste Grund, warum sie sich im Unterricht nicht konzentrieren konnte, der Hunger war, weil sie dann nur noch an die Pause gedacht hat, in der sie essen durfte.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  • [1]. Du-Reform in Schweden
  • [2]. British Journal of Psychology: "Chewing gum moderates the vigilance decrement"
  • [3]. Examiner.com (1.Apr. 2012): "Scientists study how chewing gum improves brain function"

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